soulutions-Institut für psychosoziale und psychotherapeutische Lösungen

Tipp: “Wert, Selbstwert und Wertschätzung – Ein hypnosystemischer Blick auf Alltägliches”

Bildquelle: aboutpixel.de/Tipp © Günter Albers

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Das Thema Selbstwert und Selbstbewusstsein beschäftigt Menschen aus unterschiedlichen Beweggründen schon immer. In Psychotherapien begegnen wir diesen Phänomenen vor allem in ihren Schattenseiten.

Klient_innen scheinen Gewissheiten in sich zu tragen, nicht „wertvoll“ zu sein.  Kleine Schritte in Richtung gewünschte Veränderung aber auch großer Erfolge in unterschiedlichen Kontexten werden abgewertet oder auch als Selbstverständlichkeit erlebt. Unterstützende Anerkennung verpufft als nicht spürbare Option eines Blicks auf ihre Biographie und auch ihre Zukunft.

In der psychotherapeutischen Beziehung entstehen dann bei Klient_innen und Therapeut_innen sogenannte Widerstände gegen wohlwollend gemeintes Lob und gegen Selbstabwertungen – was den Prozess stagnieren lassen kann.

Heute ist aus der Hirnforschung schon hinlänglich bekannt, dass unsere Wirklichkeiten in unseren Köpfen zum Entstehen gebracht werden. Diese Wirklichkeiten bilden Welten ab, die für Klient_innen hohen Wahrheitsgehalt haben. Ähnliches gilt für Therapeut_innen. Angebote aus sogenannten fremden Welten werden aufgrund dieser „vorerfahrenen“ Gehirnstrukturen oft gar nicht wahrgenommen, manchmal verändert um doch noch in die schon bekannte Welt zu passen oder aus der derzeit aktuellen Vorstellung der Welt sogar ausgeschlossen. Vor allem der vehement von der Klient_in vertretene Ausschluss neuer Ideen oder Sichtweisen, wie beispielsweise wertschätzende und wohlwollende Beziehungsangebote, aus der derzeit vorherrschenden Erlebniswelt trifft in einer Psychotherapie häufig auf Therapeut_innen, die sich dann dazu eingeladen fühlen, in ähnlicher Weise reagieren

Aus hypnosystemischer Sicht können diese inneren „Abwerter_innen“ und „Zweifler_innen“ als bemühte Seiten verstanden werden, die sich für wichtige Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche der Klient_innen (und Therapeut_innen) einsetzen.

Um den therapeutischen Prozess optimal zu unterstützen macht es Sinn diesen Seiten Raum anzubieten und, statt in den Kampf dagegen zu treten mehr einen Kontext für Kooperation zu schaffen.

Die Verbindung zwischen theoretische Inputs im Hinblick auf hypnosystemische Konzepte auf der einen Seite und der Übertragung dieser Erkenntnisse auf konkrete therapeutische Interventionen und Haltungen auf der anderen Seite stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit der Thematik.

Referentin: Mag.a Martina Gross (Klinische Psychologin, Systemische Psychotherapeutin, Lehrtrainerin für Klinische Hypnose, Gründerin des Hypno-synstituts)

Zeit: Donnerstag 24. September 2015 um 19 Uhr

Ort: ÖAS • Gonzagagasse 11/19 • 1010 Wien

Die Teilnahme ist kostenlos, es ist keine Anmeldung erforderlich!
Bei jedem Jour Fixe werden auf Wunsch Teilnahmebestätigungen ausgeteilt.

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